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F50 Eßstörungen
Exkl.:
Anorexia o.a.A. (R63.0)
F50.1 Atypische Anorexia nervosa
Bulimie o.n.A.
Hyperorexia nervosa
F50.3 Atypische Bulimia nervosa
F50.4 Eßattacken bei anderen psychischen Störungen
Psychogene Eßattacken
Exkl.:
Übergewicht (E66.-)
F50.5 Erbrechen bei anderen psychischen Störungen
Psychogenes Erbrechen
Exkl.:
Erbrechen o.n.A. (R11)
F51 Nichtorganische Schlafstörungen
In vielen Fällen ist eine Schlafstörung Symptom einer anderen psychischen oder körperlichen Krankheit. Ob eine Schlafstörung bei einem bestimmten Patienten ein eigenständiges Krankheitsbild oder einfach Merkmal einer anderen Krankheit (klassifiziert anderenorts in Kapitel V oder in anderen Kapiteln) ist, sollte auf der Basis des klinischen Erscheinungsbildes, des Verlaufs sowie aufgrund therapeutischer Erwägungen und Prioritäten zum Zeitpunkt der Konsultation entschieden werden. Wenn die Schlafstörung eine der Hauptbeschwerden darstellt und als eigenständiges Zustandsbild aufgefaßt wird, dann soll diese Kodierung gemeinsam mit dazugehörenden Diagnosen verwendet werden, welche die Psychopathologie und Pathophysiologie des gegebenen Falles beschreiben. Diese Kategorie umfaßt nur Schlafstörungen, bei denen emotionale Ursachen als primärer Faktor aufgefaßt werden, und die nicht durch anderenorts klassifizierte körperliche Störungen verursacht werden.
Exkl.: Schlafstörungen (organisch) (G47.0)
F51.0 Nichtorganische Insomnie
Exkl.: Insomnie (organisch) (G47.0)
F51.1 Nichtorganische Hypersomnie
Exkl.: Hypersomnie (organisch) (G47.1)
F51.2 Nichtorganische Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus
Psychogene Umkehr:
- Schlafrhythmus
- Tag-Nacht-Rhythmus
- 24-Stunden-Rhythmus
Exkl.:
Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus (organisch) (G47.2)
F51.3 Schlafwandeln [Somnambulismus]
Angsttraumstörung
F51.8 Sonstige nichtorganische Schlafstörungen
F51.9 Nichtorganische Schlafstörung, nicht näher bezeichnet
F52 Sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
Sexuelle Funktionsstörungen verhindern die von der betroffenen Person gewünschte sexuelle Beziehung. Die sexuellen Reaktionen sind psychosomatische Prozesse, d.h. bei der Entstehung von sexuellen Funktionsstörungen sind gewöhnlich sowohl psychologische als auch somatische Prozesse beteiligt.
F52.0 Mangel oder Verlust von sexuellem Verlangen
Frigidität
Sexuelle Hypoaktivität
F52.1 Sexuelle Aversion und mangelnde sexuelle Befriedigung
Anhedonie (sexuelle)
F52.2 Versagen genitaler Reaktionen
Erektionsstörung (beim Mann)
Psychogene Impotenz
Störung der sexuellen Erregung bei der Frau
Exkl.:
Impotenz organischen Ursprungs (N48.4)
Gehemmter Orgasmus (weiblich) (männlich)
Psychogene Anorgasmie
F52.5 Nichtorganischer Vaginismus
Psychogener Vaginismus
Exkl.:
Vaginismus (organisch) (N94.2)
F52.6 Nichtorganische Dyspareunie
Psychogene Dyspareunie
Exkl.:
Dyspareunie (organisch) (N94.1)
F52.7 Gesteigertes sexuelles Verlangen
F52.8 Sonstige sexuelle Funktionsstörungen, nicht verursacht durch eine organische Störung oder Krankheit
F53 Psychische oder Verhaltensstörungen im Wochenbett, anderenorts nicht klassifiziert
Hier sind nur psychische Störungen im Zusammenhang mit dem Wochenbett zu klassifizieren (Beginn innerhalb von sechs Wochen nach der Geburt), die nicht die Kriterien für anderenorts im Kapitel V (F) klassifizierte Störungen erfüllen. Hier wird verschlüsselt, entweder weil nur ungenügende Informationen verfügbar sind, oder weil man annimmt, daß spezielle zusätzliche klinische Aspekte vorliegen, die ihre Klassifikation an anderer Stelle unangemessen erscheinen lassen.
F53.0 Leichte psychische und Verhaltensstörungen im Wochenbett, anderenorts nicht klassifiziert
F53.1 Schwere psychische und Verhaltensstörungen im Wochenbett, anderenorts nicht klassifiziert
F53.8 Sonstige psychische und Verhaltensstörungen im Wochenbett, anderenorts nicht klassifiziert
F53.9 Psychische Störung im Wochenbett, nicht näher bezeichnet
F54 Psychologische Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheiten
Diese Kategorie sollte verwendet werden, um psychische Faktoren und Verhaltenseinflüsse zu erfassen, die eine wesentliche Rolle in der Ätiologie körperlicher Krankheiten spielen, die in anderen Kapiteln der ICD-10 klassifiziert werden. Die sich hierbei ergebenden psychischen Störungen sind meist leicht, oft langanhaltend (wie Sorgen, emotionale Konflikte, ängstliche Erwartung) und rechtfertigen nicht die Zuordnung zu einer der anderen Kategorien des Kapitels V.
Psychische Faktoren, die körperliche Störungen bewirken
Beispiele für den Gebrauch dieser Kategorie sind:
- Asthma F54 und J45.-
- Colitis ulcerosa F54 und K51.-
- Dermatitis F54 und L23-L25
- Magenulkus F54 und K25.-
- Mukomembranöse Kolitis F54 und K58.-
- Urtikaria F54 und L50.-
Exkl.:
Spannungskopfschmerz (G44.2)
Laxanziengewöhnung
Mißbrauch von:
- Antazida
- Pflanzen oder Naturheilmitteln
- Steroiden oder Hormonen
- Vitaminen
Exkl.:
Mißbrauch psychotroper Substanzen (F10-F19)